Aus dem Blutzuckerspiegel schließt der Körper, ob er neue Nahrung braucht: Ein hoher Blutzuckerspiegel heißt “Ich bin satt.”, ein niedriger Blutzuckerspiegel sagt “Hunger!”. Kurz nach dem Essen steigt der Blutzuckerspiegel natürlich auf einen Höchstwert an und fällt anschließend wieder ab.
Sobald der Anstieg des Blutzuckerspiegels beginnt, schüttet der Körper das Hormon Insulin aus und beginnt mit der Umsetzung von Blutzucker in Energie. Als Ergebnis der Energiegewinnung sinkt der “Treibstoffgehalt” im Blut und der Blutzuckerspiegel sinkt. Dieses Sinken hängt von der Art der Nahrungsmittel ab und wird für kohlehydratreiche Lebensmittel mit dem glykämischen Index (Glyx) gemessen:
Außer Kohlehydraten besteht unsere Nahrung auch aus Fett, Vitaminen und Spurenelementen und Ballaststoffen. Nach der Entdeckung des Glyx propagierten manche Ernährungsexperten ein Diätprogramm, das eine Ernährung unter ausschließlicher Berücksichtigung des durch die aufgenommenen Nahrungsmittel erreichten glykämischen Index vorsah. Mangelerscheinungen und Fehlernährung war damit vorprogrammiert: Weder enthielt die Glyx-Diät genügend Ballaststoffe, noch wurde auf den übermäßig hohen Fettanteil geachtet.
Moderate Befürworter einer nach dem glykämischen Index ausgerichteten Ernährungsweise stellen aus heutiger Sicht nicht mehr in Frage, dass auch andere Kriterien für die Auswahl von gesundem Essen gelten können und verwenden zur Beurteilung eines Diätkonzepts nun eine abgeleitete Größe, die Glykämische Last.
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