100 Tipps zum Abnehmen

Wege zur Idealfigur

Cellulite, drastisch auch als „Orangenhaut“ bezeichnet, ist der schwarze Alptraum vieler Frauen vor der Badesaison. Die Dellen an den Oberschenkel, an Po und Hüften verleiden einem mit Leichtigkeit die Freude an kurzen Röcken, leichten Sommerkleidern oder knappen Bikinis.

Auf die Gretchenfrage „Gibt’s Mittel, die gegen Cellulite helfen?“ folgt die leider enttäuschende Antwort: Im Prinzip schon. Allerdings bedeutete wirksame Cellulite-Behandlung meist Sport, Bewegung und gesunde, vollwertige Ernährung. Das Wundermittel, das mit eine wenig Eincremen die Fettpolster binnen 14 Tagen zu Verschwinden bringt, ist scheinbar noch immer nicht erfunden, auch wenn die Kosmetikhersteller davon schwärmen.

So ernüchternd endete zumindest ein Test gängiger Cremes, Lotionen oder Massage-Helferchen gegen Cellulite.

Wär ja auch zu schön gewesen…

Für die meisten Frauen ist „Cellulite einer der nervigsten Schönheitsfehler und rangiert in der Hitliste der tagtäglichen Ärgernisse beim Blick in den Spiegel weit vor den Krähenfüssen im Augenwinkel und den unabwendbar sprießenden Haaren auf den Beinen. Laut einem Bericht der Tageszeitung „Die Presse“ geben Frauen 6,6 Milliarden Dollar pro Jahr für die eine oder andere Anti-Cellulite-Behandlung aus.

Wie kann frau Cellulite wirksam bekämpfen?

An guten und gut gemeinten Tipps für diejenigen, die ihre Cellulite bekämpfen möchten, herrscht kein Mangel. Pünktlich zum Beginn der Badesaison überholen sich die Frauenzeitschriften und Wellness-Magazine jedes Jahr erneut mit Tipps zur Pflege und sensationsheischenden Artikeln über Kosmetika, die die wolkigen Fettpolster an den Oberschenkeln, am Bauch und den Hüften angeblich in nullkommanix zum Verschwinden bringen.

Am anderen Ende der Berichterstattungsskala finden sich scheinheilig-mitleidige oder schadenfrohe kommentierte Paparazzi-Fotos von cellulite-geschädigten Hinterteilen prominenter Models, Schauspielerinnen und Celebrities in der Promipresse…

Woher kommt Cellulite?

Bevor wir uns aber den Top-Ten der Anti-Cellulitis-Front zuwenden, gönnen wir uns einen kleinen Ausflug in die weibliche Anatomie: Warum hat die Evolution gerade das weibliche, das schöne Geschlecht mit einer Neigung zu Fettwölkchen ausgestattet?

Die Erklärung ist ganz einfach: Schuld ist das Bindegewebe, genauer gesagt dessen Schwäche. Bindegewebe ist vereinfacht gesagt das, was zwischen den Zellen liegt. Und bei Frauen schwächelt das Bindegewebe (im Gegensatz zum starken Geschlecht) an strategisch-optisch ungünstigen Orten. Da zerreißt dann schon mal die Haut ein wenig unter Bildung von Schwangerschaftsstreifen, oder es drängen die Fettzellen aus den tiefen Depots an Bauch, Beinen und Po an die Oberfläche, mühsam in Zaum gehalten von einem weitmaschigen Geflecht aus Bindegewebsfasern wie Äpfel im Einkaufsnetz: Voilà, Cellulite!

Was hilft nun wirklich gegen Cellulite?

Dass Frauen generell mit schwächerem Bindegewebe durchs Leben gehen, ist eine feste Tatsache – da lässt die Natur nicht mit sich handeln. Aber das heißt nicht, dass frau die Situation nicht in den Griff bekommen kann. Kosmetikhersteller, ästhetisch kompetente Mediziner und Redakteurinnen aus der Fachpresse präsentieren eine Auswahl aus einem Bündel von Tipps zum Bekämpfen von Cellulite:

  • Durchblutung der betroffenen Problemzone fördern: Mit Hilfe von Massagehandschuhen etwa aus Luffa, Koffein-Cremes, Lotionen, Luffaschwämmen und Massage-Gels wird die Durchblutung der Haut angeregt.
  • Mehr Kollagen einbauen: Kollagen soll das Bindegewebe straffen. Dieses straffe Protein wird vom Körper bei ausgewogener Ernährung selbst produziert. Manche Präparate versprechen die Anregung der Produktion über eine intensive Zufuhr von Vitaminen oder Mineralstoffen.
  • Abnehmen: Fettzellen werden beim Abnehmen zwar nicht weniger, aber kleiner. Und je kleiner die Fettzellen, desto weniger fällt die Cellulitis an der Hautoberfläche unangenehm auf.
  • Sport: Regelmäßige Bewegung etwa drei Mal pro Woche fördert die Durchblutung, hilft beim Abnehmen und festigt die Muskulatur – eine Kombination, die der Ursache von Cellulite an den Kragen geht.
  • Durch eine Verpackung in Folienwickeln wird das Gewebe gleichzeitig erwärmt und besser durchblutet. Mit dieser physikalischen Anti-Cellulite-Behandlung soll der Abbau von Schlacken beschleunigt und das Hautbild geglättet werden.

Cellulite ist keine Krankheit, sondern „nur“ ein Schönheitsfehler

Bei vielen dieser Tipps und Tricks gegen Cellulite hört man als kritischer Konsument einen leichten Unterton von Humbug oder Pseudo-Medizin, der auch im weiten Feld der Abnehmversprechungen und Diät-Ideen schon mal ***die Harmonie störte***. Die deutsche Stiftung Warentest hat dazu im April 2009 die Ergebnisse einer Testserie von Cellulite-Mitteln veröffentlicht: Zehn Kosmetikprodukte wie Cremes, Masssageöle oder Cellulitepflaster und ein Massageroller überzeugten die 300 Testerinnen nicht, und so urteilt die Stiftung Warentest: Cellulite – Auch teure Mittel helfen nicht.

An Stelle teurer Cremes empfehlen die Tester „Hausmittel“ wie etwa eine gesunde Ernährung und ein angepasstes Bewegungsprogramm, um die lästige Orangenhaut loszuwerden. Jedes andere Testresultat andere wäre aber auch zu schön gewesen…

Ähnliche Töne schlägt auch Beauty-Director Martina Parker von der Illustrierten Wienerin an, die sich sechs Wochen lang von Fisch, Gemüse, Obst, Tofu, Soja, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Reis, Kräuter- und Früchtetees ernährte – mit einem überraschenden Ergebnis: Die Cellulite war nicht nur reduziert, sondern schlicht und einfach verschwunden. Parker hat auch einen dazu passenden Lesetipp parat: Detox for Dummies von Dr. Caroline Shreeve.

Selbstgespräche sind wirksam, sowohl im negativen als auch im positiven Sinn. Mache dir selbst Mut und stärke deine Motivation, indem du dir jeden Tag sagst, dass du erfolgreich sein willst und wirst.

Eventuell hast du sogar mehr Erfolg beim Abnehmen, wenn du deine Ziele laut aussprichst. Es kann schon sein, dass dich deine Mitbewohner für ein wenig sonderbar halten, aber wenn’s hilft – warum nicht?

Schau in den Spiegel und sag zu dir selbst: “Nichts kann mich davon abbringen, mein Abnehmziel zu erreichen!”

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Es ist sehr einfach, auf sinnlose Modediäten hereinzufallen. Sobald man sich zum Abnehmen entschließt, ist die Versuchung groß, gleich einen drastischen Schritt zu setzen und keinen weiteren Tag übergewichtig zu verbringen. In diesem Gemütszustand neigt man dazu, auf leere Versprechungen hereinzufallen. Es gibt aber einigen Anzeichen, mit deren Hilfe man sinnlose Diäten erkennen kann.

Untrügliche Kennzeichen einer Modediät

Unrealistische Versprechungen wie “15 Kilo Gewichtsverlust in 30 Tagen!” sind das eindeutigste Kennzeichen einer Pseudodiät. Diäten, die zu rapidem Gewichtsverlust über rund einem Kilogramm pro Woche führen, propagieren meist unvernünftige Ernährungsweisen, die auf keinen Fall zur langfristigen Ernährungsumstellung geeignet sind.

Pseudodiäten zeigen Ergebnisse … zwischendurch

Am Beginn einer Diät nimmt man im Wesentlichen Wasser ab. Diese Gewicht ist aber schnell wieder oben, und dazu noch ein paar weitere Kilo. So viel Gewicht zu verlieren erweckt aber den Eindruck, etwas erreicht zu haben. Aber sobald sich das ursprüngliche wieder Gewicht einstellt, beginnt der Jojo-Kreislauf von vorne. Diese temporären Ergebnisse führen oft zu Frustration, Verzweiflung und dem Gefühl des Versagens. Das Traurige daran ist, dass gerade diese Gefühle Menschen erneut in die Hände von Pseudodiäten treiben und sie in einem Kreislauf von unvernünftigen Diäten fangen. Zu schlechter Letzt fühlen sich die Übergewichtigen sogar mieser und wiegen fallweise sogar mehr als am Anfang.

Typische Eigenschaften einer Pseudodiät

  • Pseudo-Diäten empfehlen typischerweise eine extreme Kalorienreduzierung bis hin zur Gesundheitsgefährdung. Im Durchschnitt kann man bereist mit einer Tagesportion von rund 1.500 kcal nennenswert abnehmen und damit zumindest drei Mahlzeiten von jeweils 300 bis 400 kcal und zwei Snacks mit etwa 100 bis 200 Kalorien essen. Eine Diät mit weniger als 1.200 Kalorien für Frauen oder unter 1.400 kcal für Männer ist aus Ernährungssicht unvernünftig.
  • Pseudo-Diäten erfordern im Regelfall krasse Änderungen wie etwa die vollständige Vermeidung bestimmter Arten von Lebensmitteln oder extreme Einschränkungen der Nahrungsaufnahme. Damit wird man nicht auf die Rückkehr zum normalen Essen vorbereitet und lernt nicht, einen vernünftige Ernährungsstil mit passenden Portionsgrössen und der Wahl gesunder Lebensmittel durchzuhalten. Diese Fähigkeiten sind aber wesentlich für die lang anhaltende Gewichtskontrolle.
  • Pseudodiäten enthalten oft zu wenig Gemüse, Obst und Vollkornprodukte. Damit sind sie arm an Zutaten, die viele wichtige Anforderungen an die Nahrung erfüllen würden, und führen zu Fehlernährung und gesundheitlichen Schäden. Je nach Diätplan fehlen etwa Eiweiß, Kohlehydrate, Ballaststoffe oder wichtige Vitamine und Mineralien, oder es wird im Gegenteil viel zu viel Eiweiß gegessen.
  • Pseudodiäten betonen oft die Vorteile von bestimmten Nahrungsmittelkombinationen, oder sie schließen bestimmte Zusammenstellungen kategorisch aus. Abweichungen von vorgegebenen Diätplan sind nicht erlaubt, und so schwindet die Motivation auf Grund der monotonen Ernährung.
  • Manche Pseudodiäten betonen eine bestimmte Zutat oder eine Kategorie von Nahrungsmitteln. Jede ***ausgeglichene Diät*** enthält eine breite Auswahl an Zutaten und sollte keinesfalls ausschließlich auf einer einzigen Gruppe von Nahrungsmitteln beruhen oder sie komplett eliminieren.
  • Pseudodiäten ignorieren die Vorteile von Bewegung. Körperliche Aktivität ist der Schlüssel, um das erreichte Idealgewicht auch zu halten. Ebenso ist Bewegung auch ein wichtiger Aspekt zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems und ein widerstandsfähiges Immunsystem. Jeder verlässliche Diätplan wird zu regelmäßigem Training raten.
  • Schlussendlich sollte man jede Diät vermeiden, die dazu rät, den Empfehlungen nach einer vorgegeben Zeit nicht mehr zu folgen. Der einzige Grund zu einer solchen Empfehlung kann nur sein, dass eine Weiterführung der Diät ungesund wäre. Jede ausgeglichene gesunde Diät sollte zu einem dauerhaften Lebensstil mit dem persönlichen Idealgewicht führen.

Vermeide es, Essen direkt aus der Verpackung zu schlemmen, vor allem wenn es sich um “gefährliche” Schleckereien wie Eiscreme oder Chips handelt. Es ist praktisch unmöglich, die Portionsgrößen zu steuern, wenn du direkt aus der Verpackung isst.

Sobald du direkt aus der Packung isst, verfällst du sehr leicht in ein “Alles-oder-nichts”-Denken: “Wenn ich schon sündige, dann aber ordentlich!” Du übernimmst größere Verantwortung für deine Handlungen, wenn du bewusst von einem Teller isst.

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