100 Tipps zum Abnehmen

Wege zur Idealfigur

Der Yorktest: Zu dick wegen einer Nahrungsmittel-Allergie?

Verstopfungen, Blähungen, Völlegefühle, ja sogar Dauerschnupfen und Akne kann eine ***Unverträglichkeit*** gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln auslösen. Und natürlich reagiert der Körper auch mit Übergewicht auf Nahrung, für die das Verdauungssystem keine passende Lösung parat hat.

Etwas flapsig wird wegen der identen Symptome von einer Nahrungsmittelallergie gesprochen, obwohl wegen des Fehlens von Antikörpern im streng medizinischen Sinn keine Allergie vorliegt. Ähnlich wie bei “echten” Allergien ist die Reaktion des Körpers massiv und kommt für die Betroffenen oft unerwartet – vor allem, weil zwischen Aufnahme des auslösenden Stoffs und der Antwort des Körpers oft einige Zeit vergeht.

Die Schuldigen sind schwer zu orten

Selbst herauszufinden, ob und wie ein bestimmtes Lebensmittel vom Körper schlecht akzeptiert wird, ist wegen der Menge und der einander überlagernden Einflüsse ein recht langwieriges Unternehmen. Hier soll ein neu angebotener Labortest helfen: Mit dem Yorktest lassen sich über eine Blutanalyse die Kandidaten aus einer Liste von 42 oder sogar 113 Lebensmitteln herausfiltern, bei denen Vorsicht oder komplette Enthaltsamkeit klug wäre.

Der Test selbst ist ohne Besuch beim Arzt einfach von zu Hause aus durchführbar. Kurz nach der Bestellung über die Website der Firma, die den Test in Österreich vertreibt, trudelt ein Paket mit einem Blut-Testset und ein wenig Infomaterial ein. Ein kleiner Pieks mit der Lanzette, und ein Tröpferl roter Lebenssaft ist bereit zur Rücksendung an das Labor. Die Zusendung des Testmaterials ist kostenlos, erst für die Analyse Blutprobe verrechnet das Labor 199,- (Test gegen 42 Lebensmittel) oder 399,- Euro (113 Lebensmittel).

Der Bluttest im Do-it-yourself-Verfahren

Als Ergebnis erhält man laut Anbieter innerhalb von wenigen Tagen nach dem Zahlungseingang die Liste der unverträglichen Lebensmittel. Wenn das Testresultat eintrudelt, beginnt der schwierige Teil: Die Umstellung der Ernährung, ein Leben ohne die vielleicht geliebte Schokolade oder den guten italienischen Roten. Nur gut, dass die erwünschen positiven Auswirkungen einer Ernährungsumstellung schon innerhalb weniger Wochen spürbar werden, da bleibt wenigstens die Motivation nicht auf der Strecke.

Ich selbst habe die Auswertung nicht machen lassen, obwohl ich zum Beispiel Bier schlecht vertrage – nicht auf die herkömmlichen Art wegen Alkohol und dessen (un-)erwünschter Wirkungen, sondern weil bestimmte Biersorten allergische Symptome hervorrufen. Klingt komisch, ist aber so.

Damit ist auch schon mein Handicap mit dem Yorktest geklärt: Was hilft mir die Auskunft, dass Bier auf meiner Liste der unverträglichen Lebensmittel auftaucht, wo ich doch selbst in langen und teilweise an die körperliche Leistungsgrenze gehenden Experimenten am eigenen Körper herausgefunden habe, dass mir “Eggenberger Hopfenkönig” gut bekommt, “Kapsreiter Landbier” aber selbst in kleinen Mengen nicht?

Kommentare

Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen.